Energiequellen Erdreich und Grundwasser
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Flächenkollektor
Während des Sommers speichert das Erdreich die eingestrahlte Sonnenenergie. Sie wird entweder direkt in Form von Einstrahlung - oder als Wärme aus Regen und Luft vom oberflächennahen Erdreich aufgenommen. Diese Energie für das Heizen zu nutzen, ist die kostengüntigste Methode. Den größten Ertrag bekommt man aus Erdreich mit hohem Feuchtigkeitsgehalt. Die Wärme wird mittels eingegrabener Kunststoffrohre entzogen. In den Rohren zirkuliert eine umweltfreuntliche, frostsichere Emulsion aus Wasser- Glykol, in einem geschlossenen Kreislauf. Das Erdreich über dem Erdkollektor darf keinesfalls versiegelt werden, z.B. durch überbauung, Asphalt oder Beton.
Erdkollektoren sind genehmigungfrei. Verlege-tiefe. ca. 20 cm unter der örtlichen Frostgrenze.
NIBE Kompakt-Absorber
Eine Alternative zum Flächenkollektor, bei deutlich reduziertem Flächenbedarf, bietet der NIBE Kompakt-Absorber. Dieser Kompakt-Absorber besteht aus vorkonfektionierten Matten mit eingebundenen Kapillaren Aufgrund der Flächenverteilten Kapillarwirkung erfolgt ein deutlich höherer Wärmeentzug bei geringerer Vereisung um die Absorbermatte. Dies ermöglicht eine um bis zu 50% reduzierte Entzugsfläche bei gleichzeitig höherem Wärmeertrag.
Auch erfolgt eine schnellere Regeneration des umgebenen Erdreichs aufgrund der vorhandenen Erdwärme. Schneeschmelze, Regen und der zusätzlichen solaren Erwärmung durch Sonneneinstrahlung. Weitere Informationen zur dem NIBE Kompakt-Absorber finden Sie in einer separaten Druckschrift.
Erdsonde
Im tieferen Untergrund der sog. 'Oberflächennahen Geothermie" liegt eine ganzjährig nutzbare Wärmequelle mit konstant gleicher Temperatur. Nutzbar für jeden denkbaren Gebäudetyp, ob gross oder klein, öffentlich oder privat. Je nach Region wird auch
von 'vertikaler Absorbtion, Erdspiess oder Erdlanze" gesprochen. Sie ist anspruchslos, was den Platz anbelangt, da die Erdsonde selbst auf kleinstem Grundstück gebohrt werden kann. Eigentlich ideal für Sanierungen oder Umrüstungen einer bisher fossilen Heizungsanlage auf Erdwärme.
Wie beim Flächenkollektor zirkuliert Wasser-Glykol in einem geschlossenen Kreislauf (ähnlich dem Kühlsystem eines Autos).
Je nach erforderlicher Grösse des Wärmepumpenaggregates bestimmt ein Fachunternehmen die Tiefe und Anzahl der Bohrlöcher, in welchem die U-förmigen Kunststoffrohre eingebracht und verpresst werden um einen guten Wärmeübergang zu erreichen.
Grundwasser
Ist Grundwasser vorhanden und einfach zu erschließen, kann es als Wärmequelle verwendet werden, da es ganzjährig mit einer gleichbleibenden Temperatur von 7 bis 12° C anliegt. Es ist empfehlenswert bei Ein- und Zweifamilienhäusern nicht aus größeren Tiefen als etwa 15 m zu pumpen. Der Kostenaufwand wäre sonst zu hoch. Zwischen der Entnahme (Förderbrunnen) und Wiedereinleitung (Schluckbrunnen) sollten etwa 10 bis 15 m Abstand eingehalten, und die Strömungsrichtung beachtet werden, um einen "Strömungskurzschluss" zu vermeiden. Diese Anlagen sind genehmigungspflichtig und mit gesetzlichen Auflagen verbunden. Doch das ist für für die NIBE Geräte - gemäss der ISO 14001-Zertifizierung kein Problem. Durch das 'Trenntauscher-System" wird optimaler Schutz It. §7 MWG. gewährleistet.
Funktion
Die Wärmequellenflüssigkeit (Wasser-Glykol) wird durch die im Aggregat installierte Pumpe im geschlossenen Kreislauf gepumpt. Dabei nimmt das Medium die Wärme aus dem "Flächenkollektor, NIBE Kompaktabsorber. Erdsonde oder Grundwasser (über den Trenntauscher)" auf und führt diese zur Wärmepumpe. über einen Wärmeüberträger (Verdampfer) entzieht die Wärmepumpe dem Medium die Wärme und bringt sie gleichzeitig über das Kältemittel durch den geschlossenen Wärmepumpenprozess auf ein höheres Temperaturniveau (Kühlschrankprinzip). Das entwärmte Medium der Wärmequellenflüssigkeit kann somit über das Erdreich erneut Wärme aufnehmen und der gleiche Prozess wiederholt sich.
Quelle:NIBE Systemtechnik GmbH
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